Foto: © stephaniewiesner, München

Wie du vielleicht weißt, geht es im Leben bei fast allem um Balance… Das betrifft unsere Arbeit, unser Privatleben, unsere Ernährung, unseren Körper – einfach alles.
Manchmal ist es aber gar nicht so einfach,

diese Balance zu erhalten, beziehungsweise zu erreichen. Meistens hetzen wir durch den Tag, und versuchen eine Aufgabe nach der anderen von unseren nicht enden wollenden To-Do-Listen zu streichen.

Oft ist der ganze Tag um, und man kann sich am Ende gar nicht mehr erinnern, was man eigentlich den ganzen Tag getan hat, man weiß nur, dass man gestresst war.

Reizüberflutung

Den ganzen Tag werden wir von außen mit Reizen überflutet. Menschen, die in der Stadt leben noch mehr als Menschen, die auf dem Lad leben. Ständig will unsere Umgebung unsere Aufmerksamkeit, das kann Werbung sein, Social Media, unsere Kinder, Partner, Eltern, Freunde, Tiere, Beruf, etc. Somit liegen unser Fokus und unsere Aufmerksamkeit immer Außen und nie wirklich bei uns selbst.

Das kann dazu führen, dass wir weniger Geduld mit uns selbst und unseren Mitmenschen haben, unsere Muskeln ständig verkrampft sind und wir flach atmen. Wie sehr verspannt und gereizt wir sind, merken wir meistens erst, wenn wir einen Moment haben, an dem das nicht so ist. Und da kommt Yin Yoga ins Spiel…

Zu sich selbst kommen

Kurzgefasst, hält man beim Yin Yoga Haltungen für ca. drei bis fünf Minuten, ohne Muskelanspannung. Dadurch, dass man so lange in den sitzenden oder liegenden Haltungen verweilt, kann man sich voll und ganz auf sich selbst konzentrieren und darauf, die Muskeln zu entspannen. Das ist zugegebenermaßen am Anfang nicht immer einfach.

Denn, wenn man aus seinem meist stressigen Alltag in eine Yinstunde kommt und plötzlich soviel Zeit hat, sich mit sich selbst und den aufkommenden Gedanken zu beschäftigen, kann das einem manchmal schwerer fallen, als dynamisches Yoga, in welchem man sich ständig bewegt.

Meistens spürt man nach ca. der Hälfte der Klasse aber schon spürbar, wie man langsam runterkommt und es einem immer leichter fällt sich zu entspannen und man auch mehr Einfühlungsvermögen entwickelt, wo im Körper sich die Anspannungen denn überhaupt befinden. Denn wie schon erwähnt, wissen wir meistens sehr gut, was um uns herum passiert, aber nicht so gut, was in uns selbst passiert. Deshalb ist beim Yin Yoga jeder richtig, der in seinem Alltag etwas Entschleunigung braucht und auch die eigene Aufmerksamkeit wieder mehr nach innen lenken möchte.

Die Yin-Blase

Geübte Yin Yogis, wissen, was mit der Yin-Blase gemeint ist. Denn nach einer 90-minütigen Yinstunde fühlt man sich ganz ruhig, in sich gekehrt und bekommt nur wenig mit, was um einen rum eigentlich gerade passiert. Man braucht, dann oft noch etwas Zeit, denn man möchte dieses Gefühl der tiefen Zufriedenheit und der Ruhe nicht so einfach wieder loslassen. Man fühlt sich, als wäre man in einer Art Blase, in der alles ruhig und gelassen ist und einen die ganzen Reize von außen nicht beeinflussen können.

Solltest Du also Yin Yoga noch nie ausprobiert haben, dann wird es höchste Zeit. Speziell im Herbst und Winter eignet sich Yin Yoga hervorragend, da dies oft eine Zeit ist, in der man wieder mehr in sich selbst kehrt.

Wir freuen uns, Dich bald in einer unserer Yin-Stunden begrüßen zu dürfen.

In diesem Sinne,
Namaste

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