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Finde den richtigen Yogastil

Ashtanga, Hatha, Vinyasa, Power, Yin, Kundalini oder doch lieber Long Slow Deep Yoga? Wer heutzutage in modernen Großstadt-Studios Yoga üben will,

hat die Qual der Wahl. Noch nie wurden so viele unterschiedliche Yoga-Arten angeboten wie heute. Zu den vielen verschiedenen, inzwischen als klassisch anzusehenden Yogastilen kommen gefühlt monatlich neue skurrile Trends hinzu, wie jüngst Bier-Yoga (aus Berlin, ist ja klar), Chicken Nugget Yoga (ja, leider kein Scherz und wenig verwunderlich eine Idee aus den USA) oder Yoga mit Ziegen (warum?!). Da kann es gerade für Anfänger ziemlich verwirrend sein, sich in diesem Dschungel der Yogastile zurecht- und die für sich passende Yoga-Art herauszufinden. In diesem Blogbeitrag verrate ich Dir daher, wie Du den für Dich richtigen Yogastil findest und worauf Du achten solltest!

Von Deinen persönlichen Yoga-Zielen…

Ob Yogastil, Urlaubsziel oder Partnerwahl – egal, um welche Entscheidung es jeweils in unserem Leben geht, macht es immer Sinn, sich zuerst zu fragen, welche Ziele man hier eigentlich erreichen will: Erhoffe ich mir von meinem Urlaub tiefe Erholung und Entspannung werde ich sicherlich ein anderes Urlaubsformat wählen, als wenn ich mal rauskommen, etwas Neues sehen und Abenteuer erleben will. Wünsche ich mir einen Partner für’s Leben, mit dem ich irgendwann eine eigene Familie gründen kann, fällt meine Wahl eventuell anders aus, als wenn es mir nur einen harmlosen, kurzfristigen Ferien-Flirt geht.

Das gleiche gilt auch für Yoga: Geht es Dir beim Yoga also eher um Entspannung und darum, nach einem stressigen Tag zur Ruhe zu kommen oder suchst Du vielmehr ein sportliches Work-Out zum Schwitzen? Möchtest Du Deinen „Monkey Mind“ durch eine meditative Praxis beruhigen oder einfach Spaß haben auf der Matte und Neues ausprobieren? Vielleicht suchst Du auch nach einem Ausgleich für einen anderen Sport, wie etwa Klettern oder Laufen, der Deine Muskeln dehnt und verkürzten Bändern vorbeugt? Was immer es auch sein mag: Mach Dir als erstes bewusst, was Deine wichtigsten Yoga-Ziele – denn natürlich kann es mehr als ein Ziel geben – jeweils sind, um von dort aus zu schauen, welche Yoga-Arten Dich diesen Zielen näherbringen können.

Ziele können sich verändern

Wichtig dabei: Ziele können sich im Laufe der Zeit verändern. Daher macht es Sinn, sich immer mal wieder zu fragen, ob die Yogastunden, die man gerade besucht, den eigenen Zielen und Bedürfnissen auch wirklich noch dienen. So hat sich meine Yogapraxis z.B. durch meine Schwangerschaft in den letzten Monaten natürlich stark verändert: Statt wie früher 1,5 Stunden in fortgeschrittenen Vinyasa- und Power Yoga Klassen auf der Matte zu schwitzen und immer neue Verrenkungen auszuprobieren, geht es mir heute (gezwungener Maßen) eher darum, eine Verbindung zu meinem Baby aufzubauen und meinen zunehmend schwerfälligen Körper so gut es geht in Bewegung zu halten, um Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern.

… zu den für Dich passenden Yogastilen

Hast Du definiert, was Deine persönlichen Yoga-Ziele sind, kannst Du dann gezielt schauen, welche Klassen Dich diesen Zielen näherbringen: Geht es Dir also primär um Ruhe und Entspannung, könnte Yin Yoga etwas für Dich sein. Suchst Du die sportliche Herausforderung, ist vielleicht Vinyasa- oder Power Yoga eher das Richtige. Interessierst Du Dich für besonders spirituelles oder klassisches Yoga, probierst Du eventuell Kundalini bzw. Hatha Yoga aus.

Ich persönlich bevorzuge eine Mischung aus sportlich-herausforderungsvollen Klassen wie Power-, Vinyasa- oder Ashtanga Yoga einerseits und ruhigen-meditativen Stunden wie Yin Yoga oder Yoga Nidra andererseits. Eine derartige Praxis trainiert zum einen mein Herz-Kreislauf-System, übt meine Balance und verbessert meine Flexibilität, hält für meinen Körper und Geist aber auch immer wieder bewusste Ruhe-Pausen in meinem aktiven und kopfgesteuerten Alltag bereit. Yin und Yang also!

Die Bedeutung des Lehrer-Schüler-Verhältnisses im Yoga

Ein kleiner Hinweis noch zum Schluss: Im Yoga ist das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer traditionell besonders wichtig. Denn über die körperliche Yogapraxis hinweg darf man nicht vergessen, dass es beim Yoga eigentlich darum geht, Erleuchtung zu erlangen. Die für sich passenden Lehrer zu finden, ist also ähnlich wichtig, wie den individuell bevorzugten Yogastil. Hier gilt es, sich einfach möglichst viele Studios, Klassen und Lehrer anzuschauen, bis man das Gefühl hat, seine persönliche Yoga-Heimat gefunden zu haben – für mich liegt eine davon auf jeden Fall in unserem kleinen, familiären Studio in München. Bei einem so einzigartig vielseitigen Stundenplan und den vielen verschiedenen Lehrer ist ganz sicher auch für Dich etwas dabei!

Wir freuen uns auf Dich!

Namaste, eure Laura Lademann

 

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