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Frühlings-Detox oder…

Decluttering your body, mind and spirit. Dass der Frühling eine prima Zeit ist, um zu entgiften und zu detoxen, ist in der Yoga- und Well-being-Welt fast schon ein alter Hut. Der Neubeginn in der Natur inspiriert viele Yogis dazu, das Innerste nach außen zu kehren

und einmal so richtig schön zu entrümpeln. Dazu kommt die christliche Tradition des Fastens vor Ostern, die uns anregt, sechs Wochen lang bewusst auf Dinge zu verzichten. Meist sind dies bestimmte Lebensmittel, die wir für eine gewisse Zeit von unserem Speiseplan streichen, wie etwa Alkohol oder Fleisch.

Dabei vergessen wir nicht selten, dass es neben der Ernährung noch andere, vielleicht wichtigere Verhaltensweisen gibt, die nicht gut für unsere Gesundheit sind. Das könnte der Hang zu unproduktivem Multitasking sein oder eine Vorliebe für geistig wenig inspirierende Fernsehformate. Auch Menschen, mit denen wir uns umgeben und die uns nicht wirklich guttun. Dass derzeit die Netflix-Serie Marie Kondō so beliebt ist, spricht dafür, dass in unserer Gesellschaft des Überflusses ein großes Bedürfnis danach besteht, zu entrümpeln und sein Leben zu vereinfachen und zu verbessern…

Den Körper entgiften, …

Der Körper ist der Bereich, der in der aktuellen Detox-Kultur eindeutig im Vordergrund steht. Kein Wunder: leben wir doch in einer unglaublich körper-betonten Welt. Im Internet und in den Social Networks finden sich zu Hauf inspirierende Rezepte, Tipps und Bilder zu Themen wie Clean Eating, Rohkost-Ernährung, Veganismus oder der Paleo Diät. Ich frage mich allerdings, ob es immer so ein extremer Richtungswechsel sein muss.

Gerade, wenn wir für die Detox- oder Fastenzeit in unserem regulären Alltag verbleiben – inklusive aller Verpflichtungen im Job und der Familie. Manche haben können sich für eine Detoxkur in ein exklusives Retreat fernab jeglicher Stressfaktoren zurückziehen. Wenn man die Kur in den Alltag mit einbauen möchte, sollte sie nicht zu radikal umgesetzt werden..

Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir meistens doch auch ziemlich genau, was uns körperlich belastet (zu wenig Bewegung, Junkfood, Süßigkeiten) und was uns guttut (Sport, Bewegung an der frischen Luft, frisches Obst und Gemüse). Vielleicht reicht es –; ja vielleicht ist es auch realistischer, wenn wir uns in diesem Jahr einfach eine dieser negativen körperlichen Verhaltensweisen herauspicken und versuchen, sie durch eine positive zu ersetzen: Anstatt im Nachmittagstief zur Schokolade zu greifen, könnten wir einfach ein paar Nüsse essen. Anstatt ständig den Aufzug, öfters mal die Treppe nehmen. Anstatt abends auf dem Sofa zu versacken, direkt nach der Arbeit noch eine Stunde zum Sport gehen.

Und vielleicht gelingt es uns dann auch, die in der Detox- und Fastenzeit neu eingeübte Verhaltensweise mit in den Sommer zu nehmen und zu einer langfristigen, gesunden Gewohnheit zu machen.

… den Geist entrümpeln, …

Nicht weniger wichtig als der körperliche ist der – manchmal vernachlässigte – mentale Bereich für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wir sollten uns also nicht nur genau überlegen, was wir unserem Körper in Form von Lebensmitteln zuführen, sondern auch die „Nahrung“ für den Geist ebenso bewusst auswählen: Welche Bücher wir lesen, welche Fernsehsendungen wir schauen, welche Podcasts wir hören oder welchen Social Media Accounts wir in unserer Freizeit folgen, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unsere Psyche und somit auch auf unsere körperliche Verfassung. Hier lohnt es sich, genauer hinzufühlen und sich zu ehrlich fragen, ob die jeweiligen Medien, die wir konsumieren, wirklich ein Wohlgefühl in uns hinterlassen und dazu beitragen, dass wir persönlich wachsen – denn nichts geringeres sollte der Maßstab sein.

Die moderne Wissenschaft beginnt gerade damit, die unglaubliche Kraft positiver Gedanken und ihre heilende Wirkung auf unsere Gesundheit zu erforschen. Die Frühlingszeit ist also eine super Gelegenheit, auch in diesem Bereich einmal ein bisschen auszumisten und klar Schiff zu machen.

… und die Seele erleichtern!

Last but not least gibt es Gewohnheiten und Praktiken, die unserer Seele guttun, wie etwa die Mediation oder ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen. Beides trägt erwiesenermaßen dazu bei, Stress zu reduzieren, uns in unsere Kraft zu bringen und insgesamt glücklicher zu machen. Auch wenn es nur 5 Minuten pro Tag sind: Meditieren kann man immer und von überall. Vielleicht fängst Du ja damit in diesem Frühjahr an? Ich habe nach der Meditation jedenfalls immer das Gefühl, dass bei mir jemand mit dem Besen einmal so richtig ausgefegt hat – Frühjahrsputz im Kopf, im Herzen und in der Seele sozusagen.

Ich nehme mir in diesem Frühling vor, aus jedem Bereich – Body, Mind und Spirit – gezielt eine ungesunde Verhaltensweise herauszugreifen und durch eine positive zu ersetzen: Ich möchte (noch) weniger Süßigkeiten essen, weniger Zeit auf Instagram verschwenden und täglich meditieren. Statt der geliebten Kinderschokolade zum Nachtisch gibt es mittags eben herrliche süße Medjool-Datteln, auf dem Handy habe ich für Social Media Apps entsprechende Zeitkontrollen installiert, und jeden Abend mache ich vor dem Schlafengehen eine Mediation auf einer App auf dem Handy.

Natürlich kann Yoga sowohl mit der Asana- als auch der Meditationspraxis diesen Detox-Prozess wunderbar unterstützen. So helfen Twists und das Schwitzen nach einer dynamischen Power-Yoga-Klasse unserem Körper dabei, zu entgiften. Meditative Yogaklassen wie Yin Yoga oder Yoga Nidra laden uns dazu ein, zur Ruhe zu kommen und mental zu entrümpeln. Ein Glück gibt es bei Ronis Yogastudio ein großes Angebot passender Yogaklassen – je nach dem, was in diesem Jahr Dein persönlicher Detox-Schwerpunkt ist. Wir freuen uns auf Dich und darauf, gemeinsam ganz leicht und bewusst in den Frühling zu starten!

Namaste, eure Laura Lademann

 

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